Berlin aktuell: ++EILMELDUNG: Erneuter Messerangriff am Berliner Alexanderplatz – 29-Jähriger verletzt+++

Täter stach mit Taschenmesser zu
Am Berliner Alexanderplatz hat es erneut eine Messerstecherei gegeben. Ein 29-Jähriger wurde attackiert und verletzt, nachdem er sich schützend vor einen Freund gestellt hatte.

Die beiden seien am späten Samstagabend unterwegs gewesen als einer von ihnen, ein 32-Jähriger, mit einem Unbekannten in Streit geriet. Als sich sein jüngerer Freund dazwischen stellte, griff der Täter ihn an. Er habe dem 29-Jährigen mit einem Taschenmesser in den Oberkörper gestochen und sei dann geflohen, hieß es bei der Polizei.

Passanten verfolgten den Mann, weshalb Polizisten wenig später einen verdächtigen 39-Jährigen festnehmen konnten. Das Opfer kam in ein Krankenhaus. Nach Informationen der ‚Bild‘-Zeitung sollen alle Beteiligten zum Tatzeitpunkt betrunken gewesen sein.

Der innenpolitische Sprecher der Grünen, Benedikt Lux sagte zu dem Vorfall: „Eine Schande für Berlin, dass der Platz nicht zur Ruhe kommt. Wir brauchen zusätzliche Polizeistreifen, die das Gebiet in seiner ganzen Breite öfter als bisher überwachen.“

Immer wieder Gewalttaten am Alexanderplatz

Erst vor drei Wochen war ein junger Mann am Alexanderplatz mit einem Messer angegriffen und tödlich verletzt worden. Der erst 18 Jahre alte mutmaßliche Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Das Opfer war zusammen mit zwei Frauen und einem Mann aus einem Club gekommen als sie auf eine andere Gruppe trafen, zu der auch der Täter gehörte. Laut Staatsanwaltschaft gerieten die Männer in Streit „plötzlich und unvermittelt stürzte der Verdächtige aus nichtigem Grund auf den 30-Jährigen zu und versetzte ihm einen Messerstich in die Brust.“ Der Vorwurf laut auf heimtückischen Mord aus niederen Beweggründen, so ein Sprecher.

Ebenfalls am Alexanderplatz wurde 2012 der 20-jährige Jonny K. nach einem Barbesuch von mehreren Männern totgeprügelt als er einen Streit schlichten wollte. Er starb kurz nach der Prügelattacke an einer Gehirnblutung. Die Täter zwischen 20 und 25 Jahren sind inzwischen rechtskräftig verurteilt. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über Jugendgewalt ausgelöst. Seither wird über verschiedene Sicherheitskonzepte am Alexanderplatz diskutiert, wie etwa mehr Polizeistreifen und mobile Polizeiwachen.

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