Mainz aktuell: Computerkonzern IBM verlässt Mainz

Jetzt ist es also endgültig: Der Computerkonzern IBM zieht sich aus Mainz zurück. Wie die Stadt Mainz nun mitteilte, werde sich der Global Player Ende 2016 aus der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt endgültig verabschieden.

Arbeitsplätze sollen nach Frankfurt verlegt werden

Bereits Ende 2003 hatte IBM die Produktion von Festplattenteilen in Mainz eingestellt und somit den letzten Produktionsstandort in Deutschland geschlossen. Mehr als zehn Jahren hatte die Stadt seitdem versucht, den Konzern zu halten. Doch am Ende halfen alle Gespräche und Alternativ-Angebote für das sanierungsbedürftige Firmengebäude in der Hechtsheimer-Straße nicht mehr. Der Computerriese wird Ende 2016 seine Tore in Mainz schließen. Die rund 1.200 Beschäftigten sollen aber ihren Arbeitsplatz behalten und am IBM-Standort Frankfurt weiterbeschäftigt werden. Welche Gründe letztendlich für den Rückzug von IBM aus Mainz ausschlaggebend waren, wollte der Konzern auf Anfrage von mauma.fm nicht kommentieren.

Oberbürgermeister sieht Mainz dennoch gut gerüstet

Wie der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling betonte, sei der Rückzug von IBM ein deutlicher Einschnitt in die Wirtschaftsgeschichte der Stadt. Der Mainzer Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte stellte zudem heraus, dass IBM seit seiner Ansiedlung 1965 entscheidend dazu beigetragen habe, dass die Stadt Mainz auch zunehmend für andere Unternehmen als Hightech-Standort interessant geworden sei. Trotz des nahenden Abschieds von IBM sieht Oberbürgermeister Ebling Mainz für die Zukunft gut gerüstet. „Angesichts der anhaltenden positiven Entwicklung des Standortes wird unsere Stadt aber auch nach 2016 ein Kompetenzzentrum für Hochtechnologie bleiben“, zeigte sich Ebling zuversichtlich.

Firmen-Areal soll nachhaltig genutzt werden

Für das nach 2016 leer stehende Firmengelände hat die Stadt Mainz schon weitreichende Pläne. Im Rahmen einer nachhaltigen städtebaulichen Neustrukturierung soll auf dem „Heiligkreuz-Areal“ bezahlbarer Wohnraum entstehen und somit schließlich der Mainzer Bevölkerung zugute kommen.

(MM – 20141022-3)IMG_1653.JPG