Nürnberg aktuell – Bombenfund: Entschärfung am Sonntag vorbereitet

Die für Sonntag, 7. September 2014, geplante Entschärfung einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Nürnberger Stadtteil Almoshof ist vorbereitet. Die kleinere der beiden gefundenen Bomben, eine Brandbombe, wurde bereits vom Sprengmeister abtransportiert. Die Sondierungsarbeiten auf dem Baufeld wurden am Freitagabend abgeschlossen; weitere Bomben wurden nicht gefunden. Eine aktuelle Gefahr für die Anwohnerinnen und Anwohner besteht nicht. Mit ihrer Evakuierung wird am Sonntag, 7. September 2014, um 9 Uhr begonnen. Die Entschärfung nimmt Sprengmeister Josef Beier am Sonntag um 11.50 Uhr vor.

Am Freitagabend wurde mit der Verteilung eines Flugblatts an die rund 1 300 betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner innerhalb der Evakuierungszone begonnen.
Die N-Ergie koppelt während der Entschärfung rund 20 Haushalte von der Gasversorgung ab. Diese werden von der N-Ergie noch am heutigen Freitag direkt informiert.

Ein Bürgertelefon ist eingerichtet. Das Bürgertelefon ist unter der Nummer 0911 / 6 43 75-8 88 durchgängig zu erreichen und bis einschließlich Sonntag bis circa zwei Stunden nach der Entschärfung besetzt.

Bei Sondierungsarbeiten auf einer Baustelle der Verkehrs- Aktiengesellschaft in Zusammenhang mit der neuen Straßenbahntrasse bis zur Haltestelle Am Wegfeld im Stadtteil Almoshof waren am Freitag, 5. September 2014, gegen 9 Uhr zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Die Feuerwehr wurde um 9.50 Uhr alarmiert. Die Fundstelle an der Erlanger Straße, Höhe Johann-Sperl-Straße, wurde umgehend abgesichert.

Bei den Bomben handelte es sich um eine 100 Kilogramm schwere Brandbombe, die ungefährlich war und von Sprengmeister Josef Beier bereits am Freitag abtransportiert wurde. Die 250 Kilo schwere Bombe mit je einem Zünder an jedem Ende wird am Sonntag vor Ort entschärft.
Die Sondierung, also die Untersuchung des Baugeländes auf Blindgänger und Munition aus dem Zweiten Weltkrieg, wurde nach den ersten Bombenfunden fortgesetzt. Sie war am Freitagabend beendet. Weitere Bomben wurden nicht gefunden.

Die Einsatzkräfte vor Ort und die städtische Koordinierungsgruppe nehmen am Sonntag um 8.30 Uhr ihre Arbeit auf. Um 9 Uhr wird vor Ort mit der Evakuierung der betroffenen Haushalte begonnen. Die Stadt Nürnberg richtet für die zu evakuierenden Bürgerinnen und Bürger eine Betreuungsstelle in der Volksschule Ziegelstein, Heroldsberger Weg 42a, ein. Die Schule ist ab 9 Uhr geöffnet. Die VAG bietet einen kostenlosen Bustransfer.

Wer nicht mobil ist, wird von Rettungskräften begleitet. Der kostenlose Bustransfer startet von folgenden Haltestellen aus: Bushaltestelle Buch Süd, Abfahrt: 9.30 und 9.45 Uhr, Bushaltestelle Walter-Braun-Straße, Abfahrt: 9.45 Uhr und 10 Uhr sowie Bushaltestelle Almoshof Schule, Abfahrt: 9.30 Uhr.

Sprengmeister Josef Beier hat eine Evakuierungszone mit einem Radius von 1 000 Metern bestimmt. Von der Evakuierung sind rund 1 300 Anwohnerinnen und Anwohner betroffen. Erst wenn alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger außerhalb des Gefahrenbereichs sind, beginnt der Sprengmeister mit der Entschärfung. Die Stadt Nürnberg bittet alle Bürgerinnen und Bürger, sich auf die Situation einzustellen.
Der Tower des Flughafens wird wegen seiner herausragenden Lage ebenfalls evakuiert. Die Flutlotsen weichen währenddessen in den alten Tower aus.

Wie bei jeder Bombenentschärfung ist auch diesmal der Luftraum über der Fundstelle für den Flugverkehr gesperrt. Am Flughafen sind zwischen 11.50 und 12.45 Uhr jedoch keine Starts und Landungen geplant, sodass der reguläre Flutbetrieb voraussichtlich nicht beeinträchtigt werden wird.

AG (Raffi)

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