Nürnberg – Bundesagentur für Arbeit – aktuell: Weise: Zusammenarbeit der europäischen Jobvermittlungen verbessern 

Chef der Bundesagentur für Arbeit zum Vorsitzenden des „Board of Public Employment Services“ gewählt

Die öffentlichen Arbeitsmarktservices in Europa möchten besser und wirksamer werden. Dazu wollen sie voneinander lernen. Dies wurde gestern auf der konstituierenden Sitzung des Boards der europäischen Public Employment Services deutlich.

Zum Vorsitzenden des Boards wurde für die kommenden zwei Jahre Frank-J. Weise gewählt, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit.

„Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit in Europa kann von uns nicht ignoriert werden. Wer Arbeitslosigkeit senken will, braucht den richtigen politischen Rahmen und das Engagement von Unternehmen und Arbeitnehmern“, so Frank-J. Weise. „Aber auch wir als Arbeitsmarktdienstleister wollen und können dazu beitragen. Unsere Aufgabe ist es, den Menschen dabei zu helfen, eine gute Beschäftigung zu finden. Dazu müssen wir die wirksamsten Programme kennen und die besten Ideen untereinander austauschen.“

Drei Ziele

Das neu geschaffene Board verfolgt vor allem drei Ziele:

1. Europaweit soll eine größere Transparenz am Arbeitsmarkt geschaffen werden, damit Arbeitsuchende und Unternehmen besser zusammenfinden.

2. Faire berufliche und regionale Mobilität in Europa soll gefördert werden – um Arbeitnehmer dabei zu unterstützen, im Arbeitsleben erfolgreich zu sein.

3. Die öffentlichen Arbeitsmarktservices möchten sich weiter modernisieren und ihre Leistungsfähigkeit durch das Prinzip des Benchlearning steigern. Dazu wollen sie intensiv voneinander lernen, Wissen austauschen und sich bei den notwendigen strukturellen Reformen gegenseitig unterstützen.

Frank-J. Weise: „Wir haben in Deutschland schon langjährige Erfahrungen, weil wir unsere Reformen schon vor vielen Jahren angestoßen und umgesetzt haben. Andere europäische Länder stehen noch am Anfang und müssen teilweise erst Strukturen schaffen, die es ihnen ermöglichen, erfolgreiche Arbeitsmarktprogramme umzusetzen. Doch auch wir in Deutschland lernen von anderen Organisationen und können so neue Impulse für unsere Arbeit in der Bundesagentur bekommen.“

AG (Raffi)

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