Probiers mal mit Halm

Jeder kennt und jeder nutzt sie: Trinkhalme aus Plastik. Egal ob im Fast-Food-Restaurant um die Ecke, oder in der Diskothek. Überall begleiten sie uns. Eine Debatte darüber, wie der weltweite Plastikkonsum reduziert werden kann, ist im vollen Gange. Deshalb gibt es auch schon Verbote von Plastiktüten und Plastik-Einweggeschirr. Als nächstes der klassische Strohhalm, denn diesen wird es, zumindest in der Europäischen Union ab 2021 nicht mehr geben.

 

Weltweit werden jeden Tag etwa drei Milliarden Plastiktrinkhalme für ungefähr 15 Minuten verwendet und anschließend weggeworfen. Eine schirr unfassbare Menge. Diese Menge an Strohhalmen entspricht dabei drei Millionen Kilo Plastik. Zum Vergleich: 500 Orcas bringen zusammen insgesamt drei Millionen Kilo auf die Waage.

 

Hier kommt das Berliner Unternehmen Halm um Hannah Cheney und Sebastian Müller ins Spiel. Diese haben einen Glastrinkhalm erfunden. Es gibt ihn in lang, kurz, gebogen und immer dabei eine Reinigungsbürste. Er ist 100% plastikfrei, extrem stabil und „Made in Germany“. Die Halme können nach der Benutzung einfach in die Spülmaschine gepackt oder mit der gelieferten Bürste gereinigt werden. Die Reinigung ist dabei sehr einfach.

 

Die Sets mit vier gleichen Halmen gibt es zwischen 16,90 Euro und 19,90 Euro. Mischsets mit verschiedenen Ausführungen gibt es zwischen 19,90 Euro und 24,90 Euro.

 

Auch pfiffig, die Restaurantkette „Sausalitos“ hat bereits ihre Cocktailgläser mit Nudelstrohhalmen ausgestattet. Es ist ein wirres Erlebnis, aber es reduziert die Umweltbelastung. Der Geschmack verändert sich dadurch nicht und selbst bei einer langen Benutzung gibt es keine „nudelige“ Überraschung.

Beide Varianten sind angenehm zu verwenden. Am Anfang seltsam aber relativ schnell gewöhnlich.

 

/Raffi Gasser