Vereinte Nationen informieren: Ozonschicht bis 2050 nahezu regeneriert ++EIL++

Die Ozonschicht könnte sich einem UN-Bericht zufolge bis zum Jahr 2050 in weiten Teilen regenerieren. Bis zur Mitte des Jahrhunderts könnten wieder Ozonwerte in der Größenordnung der 1980er Jahre erreicht werden, heißt es in einem Papier des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO). Fast 300 Wissenschaftlern aus 36 Ländern haben an dem Bericht mitgearbeitet.

Die Ozonschicht im Jahr 1979 (links) und 1989 (rechts).Die Ozonschicht im Jahr 2006 (links) und 2010 (rechts).
Die Fachleute führen die Entwicklung vor allem auf das Montrealer Protokoll von 1987 zurück. Darin haben sich zahlreiche Staaten zum Schutz der Ozonschicht verpflichtet und deswegen die Produktion von schädlichen Chemikalien, vor allem von FCKW, gestoppt.

Ohne dieses Protokoll hätten sich die Stoffe dem UN-Bericht zufolge bis 2050 verzehnfachen können. Nach Schätzung der Experten könnten dadurch außerdem jährlich im Durchschnitt zwei Millionen Fälle von Hautkrebs verhindert worden sein.

Mahnung zur mehr Engagement gegen Klimawandel

Gleichzeitig appellierten die Vereinten Nationen an die internationale Staatengemeinschaft, weiter konsequent der Klimaerwärmung entgegenzuwirken. Der Erfolge beim Schutz der Ozonschicht solle die Länder auch darin bestärken, das Klima besser zu schützen, sagte Achim Steiner, der Exekutivdirektor des UN-Umweltprogramms. Der schnelle Anstieg einiger anderer Treibhausgase wie Kohlendioxid könne die positive Entwicklung untergraben.

Vor allem Fluorkohlenwasserstoffe, die seit fast 30 Jahren als Ersatz für Ozonschicht-schädigende Substanzen verwendet werden, haben demnach einen Treibhaus-Effekt. Laut einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der WMO hat die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre einen neuen Höchststand erreicht.

Die Ozonschicht umhüllt die Erde wie ein Schutzschild. Sie hält ultraviolette Sonnenstrahlen ab. Seit Anfang der 1980er Jahre beobachteten Wissenschaftler eine Abnahme des Ozons in der Stratosphäre. Über der Antarktis wiesen sie 1985 erstmals ein Ozonloch nach. Durch die dünnere Ozonschicht dringt mehr ungefiltertes UV-Licht auf die Erde, was zu Augen- und Hautschäden bis hin zu Hautkrebs führen kann.

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