Nürnberg aktuell: Vortrag über den Renaissance-Maler Jacopo de‘ Barbari

Dr. Beate Böckem von der Universität Basel beleuchtet in ihrem Vortrag „‚Italian Connection‘ um 1500? Jacopo de‘ Barbari in Nürnberg“ die Beziehungen zwischen dem Renaissancekünstler und Albrecht Dürer. Sie spricht am Donnerstag, 25. September 2014, um 18.30 Uhr im Dürer-Saal des Albrecht-Dürer-Hauses, Albrecht-Dürer-Straße 39.

Jacopo de‘ Barbari zählt zu den rätselhaftesten Protagonisten der Renaissance in Deutschland. Im Jahr 1500 machte Kaiser Maximilian I. den oberitalienischen Maler und Kupferstecher zu seinem Hofkünstler und stationierte ihn in Nürnberg. Auch wenn der patrizischen Elite der Stadt die italienische Renaissancekunst zu einem gewissen Grad bekannt war, ist Barbari ein früher Fall eines italienischen Künstlers, den es in den Norden verschlagen hat. Gerade für Albrecht Dürer war der Neuankömmling eine interessante Figur. Durch seine Aufzeichnungen ist bekannt, dass sich beide Künstler begegnet sind. Die Frage nach ihrem Abhängigkeitsverhältnis, die bereits mehrere Generationen von Kunsthistorikern beschäftigt hat, ist jedoch noch immer ungeklärt. Forschungen der vergangenen Jahre ermöglichen allerdings einen neuen Blick auf dieses Verhältnis.

Dr. Beate Böckem hat über Jacopo de‘ Barbari promoviert und ist seit 2004 Assistentin für Kunstgeschichte des Mittelalters an der Universität Basel.

Der Eintritt ist frei.

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