Weitere Infos: Eurocityzug in Mannheim entgleist: Viele Verletzte

Güterzug rammt Personenwaggons

Bei einem schweren Zugunglück in Mannheim sind am Freitagabend dutzende Menschen verletzt worden. Ein Güterzug rammte in der Nähe des Hauptbahnhofs einen Eurocityzug mit 250 Reisenden an Bord. Zwei Waggons, in denen sich rund 110 Menschen befanden, kippten daraufhin um. Zur Zahl der Verletzten gab es in der Nacht unterschiedliche Angaben. Während die Bahn unter Berufung auf die Bundespolizei von 35 Verletzten, vier davon schwer, berichtete, gab es laut Feuerwehr fünf Schwerverletzte und 40 Leichtverletzte. 18 Menschen wurden laut diesen Angaben ins Krankenhaus gebracht. Alle Passagiere seien außer Lebensgefahr, erklärte eine Bahn Sprecherin.

Die Ursache des Zugunglücks ist bisher unklar. Laut der Bahnsprecherin, rammte der Güterzug eines privaten Unternehmens den Eurocity auf dem Weg von Graz nach Saarbrücken um 20:51 Uhr schräg in die Seite. Daraufhin entgleisten fünf der neun Wagen des Eurocity, zwei Waggons kippten um. Nach Berichten von ‚Focus Online‘ waren die Personenwaggons kurz zuvor geräumt worden, weil die Klimaanlage ausgefallen war.

Chemikalien im Güterzug

Bei dem Güterzug entgleisten die Lokomotive und die ersten zwei Wagen. Einige Container fielen herunter. Ein Waggon des Güterzuges hatte, laut der Mannheimer Feuerwehr, Gefahrgut geladen. Der Wagen mit der Chemikalie sei jedoch nicht beschädigt worden. Laut der Bahn war der Güterzug auf dem Weg von Duisburg nach Sopron in Ungarn.

Der Mannheimer Hauptbahnhofwurde während des großangelegten Rettungseinsatzes gesperrt. Auch heute wird es nach Angaben der Bahn im Regional- und Fernverkehr zu „Umleitungen und Teilausfällen“ kommen. Einige Züge, darunter S-Bahnen, aber auch der IC von Hamburg nach Stuttgart, fahren Mannheim gar nicht an. An gestrandete Passagiere wurden Taxigutscheine ausgegeben. Außerdem wurde ein Busnotverkehr eingerichtet.

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